Ponta do Garajau – gestern und heute

39148006Ponta do Garajau ist eigentlich ein eher unscheinbares Städtchen im Südosten der Insel. Was für die Touristen aus dem etwa 7 Kilometer entfernten Funchal nach Ponta do Garajau zieht ist die atemberaubende Natur am Rande der Steilklippen der Insel.

Die Geschichte von Ponta do Garajau

Auf Madeira findet man überall die Zeichen aus Zeiten der britischen Kolonialherrschaft. Vor über 300 Jahren waren auf der Insel relativ viele Briten heimisch. Da Madeira aber damals streng katholisch war und auf der Insel auch nur gläubige Katholiken bestattet werden durften, wussten die Briten nicht wohin mit ihren Toten. Hier kamen ihnen die besonders steil abfallenden Kliffe der Landzunge entgegen. Da diese zu beiden Seiten fast senkrecht ins Meer abfallen und diese dort sehr tief ist, nutzten die Briten Ponta do Garajau zu Seebestattungen. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts durften die Briten dann endlich einen Friedhof auf der Insel anlegen und konnten mit den Seebestattungen aufhören.

An der Spitze der Landzunge von Ponta do Garajau steht seit 1927 eine Christusstatue. Dennoch erzählen Einheimische von den toten Geistern der Briten, welche immer noch um die Klippen ziehen.

Bei Touristen ist jedoch hauptsächlich die Aussicht der Grund Ponta do Garajau und die Landzunge mit der Statue zu besuchen. Die Klippen sind die höchsten in Europa und bei gutem Wetter kann man bis in den Hafen von Funchal sehen.

Ponta do Garajau hat auch einen kleinen Kieselstrand, der vor allem im Sommer von den Einheimischen gut besucht ist. Der Weg dazu führt am Rand der Klippen steil den Abhang hinab. Seit einigen Jahren gibt es dort den Luxus einer Seilbahn. So kann man nach einem entspannten Strand- und Badetag mühelos den Höhenunterschied überwinden und sich nicht abmühen und den beschwerlichen steilen Weg nehmen. Die einfache Fahrt kostet zwei Euro. Die ist eine gute Investition, wenn man sich zuvor im Strandcafé ein paar Gläser des leckeren Madeiras genehmigt hat.